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Mo 11.05.26 –
Tag 28 – Banquefort –
im Überblick:
Morgens laufen – Blog schreiben – Tagesausflug nach Saint-Émilion – lesen – Essen zuhause.
Wetter & Wohnen
Wieder sonnig und blauer Himmel. Spätnachmittags sehr bewölkt, aber kein Regen.
Land & Leute
Heute haben wir einen Tagesausflug ins mittelalterliche wunderschöne (und heute ziemlich touristische) Saint-Émilion unternommen.

Die Fahrt von Blanquefort hat nur 50 Minuten gedauert und war unkompliziert.
Das letzte Drittel verlief durch unzählige Weinfelder und kleine Orte.






Hier ein Kurzüberblick zu Saint-Emillion (mit Google Notebook basierend auf Reiseführern zusammengestellt):
- Lage und Größe: Saint-Émilion ist ein kleines Städtchen mit rund 1.800 bis 1.900 Einwohnern, das etwa 45 km östlich von Bordeaux malerisch auf zwei Hügeln liegt.
- Bedeutung und Atmosphäre: Das von hohen Mauern umschlossene Weindorf gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Mit seiner reizvollen, autofreien Altstadt und den verwinkelten Gassen zieht es jährlich über eine Million Besucher an. Im Sommer kann es recht überlaufen sein.
- Geschichte: Die Ursprünge des Ortes sind eng mit dem heiligen Émilion verknüpft, der sich der Überlieferung zufolge im 8. Jahrhundert in die Grotte de l’Ermitage (unter der heutigen Kapelle) zurückgezogen haben soll.
- Wichtigste Sehenswürdigkeiten:
- Église Monolithe: Eine spektakuläre, im 11. Jahrhundert komplett in den massiven Kalkfelsen gehauene unterirdische Kirche, die als größte ihrer Art in Europa gilt.
- Katakomben & Chapelle de la Trinité: Unter dem Pflaster der Stadt erstreckt sich ein historisches Labyrinth an Katakomben, das im Rahmen von Führungen besichtigt werden kann.
- Tour du Roy: Ein markanter Turm aus dem 13. Jahrhundert. Von seiner mittelalterlichen Terrasse aus hat man einen hervorragenden Blick über das Städtchen und das Umland.
- Cloître des Cordeliers: Ein historischer Kreuzgang samt Klosterruine, in dessen romantischem Garten sich heute entspannt ein Glas Crémant trinken lässt.
- Weinbau: Saint-Émilion ist weltberühmt für seinen Wein, insbesondere für die Rebsorte Merlot. Das Städtchen ist von Weinbergen umgeben, in denen sich schätzungsweise 1.000 Châteaux befinden. Im Ort selbst gibt es unzählige gut sortierte Weinhandlungen.
- Kulinarische Spezialität: Neben dem Wein sind die traditionellen Macarons aus Mandeln eine absolute lokale Spezialität des Ortes (bekannt ist z. B. das Rezept von Mme Fermigier).
Und hier eine Karte, die zeigt, wie verschachtelt und schmalgassig der Ort ist:

Wir haben das Auto an der Straße etwas außerhalb des Ortes geparkt und sind dann mit einigen (aber nicht zu vielen) anderen Menschen den Hügel hochgelaufen.


Die Stimmung im Ort war entspannt, und keine der Sehenswürdigkeiten, keine der vielen Geschäfte, der Restaurants, Cafés, und Weinbars waren überlaufen. Ich vermute mal, dass das in der Hauptsaison anders aussieht.
Wir haben den Gang durch den Ort jedenfalls genossen, und auch die tollen Ausblicke.








Wir haben uns die „Église catholique collégiale Saint-Émilion“ angesehen und waren beide vom Kreuzgang der Klosterruine begeistert.




Einen Gang durch die unterirdischen Katakomben hätten wir vorab buchen müssen, und wahrscheinlich wäre er auch mit Hunden nicht möglich gewesen.
Stattdessen hatten wir einen sehr schönen Mittagssnack auf der Restaurant-Terrasse des Château Valandraud.



Ein letzter Blick von oben auf weiter unten gelegene Gassen und Plätze, dann gingen wir durch sie zurück zum Auto.

Eigentlich wollten wir in der näheren Umgebung noch ein Chateau besuchen, evtl. zu einem Winetasting. Wir haben aber keins gefunden, das für Besucher geöffnet war und Tastings anbot.
Vielleicht ist das hier generell etwas anders als in Südafrika und Australien, wo in den Weingegenden die Weingüter schon am Strassenrand offensiver zu Besuchen einladen. Und wahrscheinlich hätten wir uns vorab besser informieren und gezielt ausgesuchte Weingüter anfahren sollen.
Na egal, unsere Suche führte uns durch schöne Weinfelder und bot Ausblicke auf etliche Châteaux – das war allein schon den Suchaufwand wert.







Essen & Trinken
Der Käseteller mittags in Saint-Émilion – sehr lecker! Die Hunde haben auch was abgekriegt. 🙂


Persönliche Notizen
Gerd und mir hat die Fahrt durch die Weinfelder und -Orte nach und um Saint-Émilion herum noch besser gefallen als unser Ausflug vor 4 Tagen entlang der Route des Châteaux.
Vielleicht weil hier, östlich von Bordeaux, die Châteaux nicht so riesig groß und märchenschlossartig sind wie z. B. die Châteaux Margaux oder Beychevelle im Norden von Bordeaux? Und die Weinfelder noch endloser erscheinen? Und alles irgendwie ein bisschen ursprünglicher?
Egal, beeindruckend und eine Reise wert sind jedenfalls beide Weingegenden für uns!
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