Tag 69 – Biscarrosse Plage

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So 21.06.26 –

Tag 69 – Biscarrosse Plage –

im Überblick:

Morgens Walk am Meer – Telefonat – Blog schreiben – Recherche zu „Twin Villas“ – Lesen im Schatten im Garten – Essen (und Schwitzen) bei uns.

Wetter & Wohnen

Super-heiß (40 Grad) – wie wohl aktuell in weiten Teilen von Westeuropa.

Wir haben nicht viel unternommen und mehr Zeit als sonst im Haus verbracht, weil wir es da etwas angenehmer fanden. (Tausende von Fliegen allerdings auch.)

Das Abendessen von Gerd (Fisch) war lecker, aber dies Mal brauchten wir unsere Servietten hauptsächlich, um den Schweiß abzuwischen.

Nachts war es immer noch sehr heiß. Leider können wir die Fenster nicht auflassen, weil wir 2 Kneipen in der direkten Nachbarschaft haben und da immer sehr lange sehr laut gefeiert wird, besonders am Wochenende. Da hatte ich, glaube ich, noch nie: Dass mir der Schweiß an der Nase entlang lief und aufs Kopfkissen tropfte!

Land & Leute

Recherche zum „Wahrzeichen“ von Biscarrosse Plage

Ich hatte schon länger vor, mich über die Geschichte und die aktuelle Situation der „Twin-Villas“ in Biscarrosse Plage zu informieren. Die Hitze draußen hat nun eine Recherche attraktiv gemacht, weil ich mich dazu drinnen an den Laptop setzen muss.

Von weitem gesehen überragen die beiden Gebäude den Strand so imponierend, aber von nahem machen sie einen verlotterten und verlassenen Eindruck.

Von der Landseite aus sieht es so aus:

Um mir eine aufwendige Recherche zu ersparen, habe ich mal wieder Gemini eingespannt. Ich gehe mal davon aus, dass diese KI-Zusammenfassung akkurat ist:

Die Maisons Jumelles (oft als „Twin Villas“ bezeichnet) in Biscarrosse Plage sind weit mehr als nur Gebäude – sie sind das historische und emotionale Wahrzeichen des Badeortes. Doch ihre Lage macht sie heute zu einem Symbol für den dramatischen Kampf gegen die Naturgewalten an der Silberküste.

1. Herkunft und Geschichte

Die beiden identischen, markanten Villen wurden im späten 19. Jahrhundert (ca. 1890er Jahre) direkt auf der Düne errichtet. Seit dieser Zeit, zu der der Badetourismus an der Aquitanischen Küste aufblühte, thronen sie über dem Atlantik.

Die Namen: Die Villen tragen die poetischen Namen „Les Embruns“ (Die Gischt) und „La Rafale“ (Der Windstoß).

Architektur: Sie verkörpern den typischen Stil der frühen Seebäder-Architektur der Region mit großen Holzveranden und weiten Fensterfronten, die darauf ausgelegt waren, den Blick auf das offene Meer zu maximieren.

Wahrzeichen: Zusammen mit dem benachbarten Grand Hôtel de la Plage prägen sie seit weit über einem Jahrhundert die Postkartenmotive und die Skyline von Biscarrosse Plage. Heute sind sie größtenteils in private Apartments und Ferienstudios aufgeteilt.

2. Der aktuelle Zustand: Akute Bedrohung durch Küstenerosion

Die beiden Villen und ihr kritischer Zustand stehen im Zentrum einer intensiven Debatte über den Klimawandel und das Management der Küstenlinie (trait de côte).

Als die Villen gebaut wurden, lag ein breiter Dünengürtel und ein weiter Sandstrand zwischen ihnen und den Wellen. Doch der Atlantik rückt unaufhaltsam näher:

Besonders die Stürme im Winter 2024 haben der Küste extrem zugesetzt. An einigen Stellen wich die Düne in nur einer Saison um bis zu 20 Meter zurück.

Wissenschaftliche Prognosen gehen davon aus, dass die Gebäude ohne massive Eingriffe unaufhaltbar in den Ozean stürzen könnten.

Der aktuelle „Airbag“-Schutz

Momentan stehen die Villen noch, weil die Gemeinde Biscarrosse einen enormen logistischen Aufwand betreibt:

Sand-Stauung (Réensablement): Jedes Jahr werden tonnenweise Sand von weiter südlich gelegenen Strandabschnitten herantransportiert und vor der Düne der Villen aufgeschüttet. Dieser Sand fungiert im Winter als künstlicher Puffer („Airbag“), der von den Wellen abgetragen wird, bevor die Brandung das Fundament der Villen erreicht.

Das Problem: Dieser Schutz ist teuer, nicht nachhaltig und nach jedem schweren Wintersturm sofort wieder weggespült.

3. Die Zukunft: Die „0-Euro-Kontroverse“

Nach geltendem französischem Recht zahlt der Staat für den Verlust von Zweitwohnsitzen durch natürliche Küstenerosion prinzipiell keine Entschädigung.

Der Standpunkt der Gemeinde: Die Bürgermeisterin von Biscarrosse hat klargestellt, dass die zum Abriss verdammten Gebäude rechtlich gesehen einen Marktwert von 0 € haben. Als Ausgleich bietet die Gemeinde den Eigentümern Grundstücke weiter im Landesinneren an, auf denen sie neu bauen könnten.

Das Risiko für die Eigentümer: Sollten sie das Angebot ausschlagen und die Villen bei einem schweren Sturm unkontrolliert kollabieren, droht ihnen das schlimmste Szenario: Sie werden nicht nur nicht entschädigt, sondern müssen im schlimmsten Fall auch noch für die extrem teuren Dekontaminations- und Aufräumarbeiten am Strand aufkommen.

Wie diese Geschichte wohl ausgehen wird???

Essen & Trinken

Es war auch abends noch so heiß, dass mir mein Stück Nachtisch-Schokolade weggeschmolzen ist!

Gut, dass wir – und die Hunde – am Nachmittag schon ein leckeres und kaltes Eis genossen hatten.



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